EINFÜHRUNG

Die elektronische Zigarette in der Schweiz erlebt mit dem Inkrafttreten einer neuen Regelung im Oktober 2024 einen Wendepunkt. Dieser Rahmen soll die Verbraucher besser schützen, den Markt regulieren und bis 2025 die Grundlage für eine sicherere und verantwortungsvollere Branche schaffen.

SITUATION IN DER SCHWEIZ

Seit der Lockerung der Vorschriften für nikotinhaltige Flüssigkeiten im Jahr 2018 hat das Land eine Diversifizierung der verfügbaren Produkte und eine zunehmende Akzeptanz des Dampfens bei Rauchern, die ihren Tabakkonsum reduzieren oder beenden wollen, erlebt.

Aktuelle Trends

1. Beliebtheit von Puffs: Einweggeräte, die als "Puffs" bekannt sind, bleiben dank ihrer einfachen Handhabung und der großen Geschmacksvielfalt eine beliebte Wahl.

2. Schwerpunkt auf Qualität: Schweizer Verbraucher achten auf Qualität und die Einhaltung von Standards und bevorzugen zuverlässige Marken und kontrollierte Produkte.

3. Verschärfte Regulierungen: Werbebeschränkungen, Nikotinbesteuerung und strenge Etikettierung beeinflussen den Markt.

Herausforderungen

Öffentliche Gesundheit: Obwohl das Dampfen als weniger schädliche Alternative zum Rauchen angesehen wird, bleiben die Behörden wachsam gegenüber einer möglichen Annahme durch Jugendliche.

Nachhaltigkeit: Die Umweltauswirkungen von Einweggeräten geben Anlass zur Sorge und stimulieren Initiativen zur Förderung von nachfüllbaren und recycelbaren Alternativen.

SCHLÜSSELVERÄNDERUNGEN

Seit Oktober 2024 gelten in der Schweiz neue Vorschriften für elektronische Zigaretten und ihre Folgeprodukte. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Jugendliche zu schützen und die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten.

Wichtigste Änderungen

Strenge Altersüberprüfung: Obligatorisch für den Verkauf im Internet und in Geschäften.

Gesundheitswarnungen: Sind auf allen Produkten vorhanden und decken 35 % der Verpackung ab.

Volumen- und Konzentrationsbeschränkungen: Nachfüllpackungen sind auf 10ml (20mg/ml Nikotin) und Einwegpatronen auf 2ml beschränkt.

Steuer auf nikotinhaltige Produkte: CHF 2 pro 10ml-Flasche oder Einwegvorrichtung.

Verwendung von Nikotin-Boostern: Die Kunden müssen das Nikotin mithilfe von Boostern selbst zu den E-Flüssigkeiten hinzufügen.

INTERNATIONALE REGELUNGEN

Im Jahr 2024 passen mehrere Länder ihre Regulierungen zum Dampfen an und verfolgen dabei gemeinsame Ziele: Risikominderung und Jugendschutz.

Europäische Union: Die Schweizer Beschränkungen für Volumen und Konzentrationen werden an die Tabakproduktrichtlinie (TPD) angepasst, mit einer Unterscheidung für die Nikotinsteuer.

Großbritannien: Das Land ist permissiver und fördert das Dampfen als Mittel zur Raucherentwöhnung mit geringen Steuern und einer breiten Zugänglichkeit der Produkte.

Australien: Strenger Ansatz, der nikotinhaltige Produkte ohne ärztliche Verschreibung verbietet, steht in starkem Kontrast zur Flexibilität der Schweiz.

USA: Unterschiedliche Gesetzgebung in den einzelnen Bundesstaaten, aber zunehmende Beschränkungen für Aromen, um deren Attraktivität für Jugendliche zu verringern.

PROGNOSEN 2025

Während der Markt für das Dampfen in eine Reifephase eintritt, zeichnen sich für das kommende Jahr mehrere Trends ab.

1. Produktinnovationen: Aufkommen von umweltfreundlichen Produkten, wie recycelbare E-Zigaretten oder Rücknahmesysteme für Kartuschen.

2. Regulatorische Harmonisierung: Es könnten sich internationale Bemühungen zur Schaffung gemeinsamer Sicherheits- und Qualitätsstandards herauskristallisieren.

3. Marktnischen: Wachstum von nikotinfreien Produkten und natürlichen Aromen, um neue Konsumenten anzusprechen.

SCHLUSSFOLGERUNG

Mit den neuen Regulierungen strebt die Schweiz ein Gleichgewicht zwischen der Zugänglichkeit des Dampfens und dem Schutz der Konsumenten an. Im internationalen Vergleich verfolgt sie einen moderaten Ansatz, der die Sicherheit fördert und gleichzeitig die wichtige Rolle des Dampfens bei der Reduzierung des Rauchens anerkennt.

Bis 2025 könnte der Schweizer Markt zu einem Modell für eine ausgewogene Regulierung werden, die Innovation, Verantwortung und das Wohlergehen der Nutzerinnen und Nutzer miteinander verbindet.


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